Leben und Alltag eines Stormtroopers – ein Vortrag von Andy Ilmberger

Dass Andy Ilmberger ein Faible für Modellbau- und jegliche anderweitige Spielzeugfiguren hat, zeigte er bereits in seinem Vortrag „Kleine Helden – Sie sind unter uns“ und der gleichnamigen Ausstellung im Wolfratshausener Pumpenhaus. Bei den „Kleinen Helden“ handelte es sich bislang um H0-Figuren aus dem Modelleisenbahn-Bau in einem Maßstab 1:87.

Dabei stellt Andy an sich selbst den Anspruch, dass jedes einzelne Bild eine Geschichte erzählen soll. Dies schien bislang nicht ganz so schwer, liefern die H0-Figuren ja bereits handelsfertig eine tausendfache Auswahl an Charakteren und Lebenssituationen.

Ein neues Kapitel in Andy Ilmbergers „Kleine Helden“-Epos

Doch nun geht Andy einen Schritt weiter. Inspiriert von seinen Lieblings-Fan-Shops rund um das Star-Wars-Imperium stellt er sich der neuen Herausforderung, den Sturmtruppen-Kriegern, die unter ihren weißen Rüstungen und Helmen so gar keine Emotion erkennen lassen, alltägliches Leben einzuhauchen. Mit einer Handvoll Stormtrooper-Figuren in der Größe von ca. 15 Zentimetern, die auf den ersten Blick nun wirklich alle gleich und reglos aussehen, begab er sich in den letzen Monaten ins hauseigene Fotostudio und kreierte Aufnahmen, die George Lucas und die Walt Disney Crew zu neuen Abenteuern inspirieren könnten.

Stormtroopers Emotionen von Andy Ilmberger
Stormtroopers Emotionen von Andy Ilmberger

Weil es – anders als bei den H0-Modellbau-Welten – zu diesen Star Wars-Figuren in den Spielwaren- und Bastelläden jedoch nur begrenzt brauchbare Foto-Requisiten gibt, druckt sich Andy seine Fantasiewelten einfach selbst im neuen heimischen 3D-Drucker. Hier und da kommen eigene Aufnahmen von historischen Orten oder Lost Places als Foto-Hintergrund zum Einsatz. Und wenn dieses Spektrum nicht ausreicht, zaubert er sich kurzerhand fantasievolle Hintergründe mit Hilfe von KI-Software.

Die Reise der Stortroopers vom kleinen Fotostudio in unendliche Weiten

Was hier so einfach klingt, bedarf allerdings unzähliger Stunden im Fotostudio, einige Kurse und unermüdliches Üben beim Composing, viel Liebe zum Detail, einer unglaublichen Akribie, einer großen Portion Geduld und darüber hinaus ungezähmter kindlicher Fantasie. Dass sich die Arbeit am Ende auszahlt, konnten die Besucher der Fotoclub-Ausstellung im Schwankleck im Dezember/Januar bereits sehen, bei der Andy erste Aufnahmen aus seinem Projekt zeigte.

Am vergangenen Freitag nun präsentierte er in einem bilderreichen Vortrag rund 20 Aufnahmen, die in den letzten Monaten entstanden sind. Highlight des Vortrags war eine mit Musik unterlegte „Stop-Motion“-Animation bestehend aus ca. 800 Einzelbildern, bei der sich der finstere Darth Vader einer Feinwäsche in der imperialistischen Waschanlage unterzieht und am Ende im strahlend weißen Gewand auf die helle Seite der Macht wechselt.

Die Fotoclub-Mitglieder konnten sich anhand zahlreicher Making-of-Fotos ein Bild von dem aufwendigen Fotoprojekt machen und durften am Ende auch einige Requisiten und Figuren aus dem 3D-Drucker begutachten. In der Galerie gibt es die Bilder aus dem Vortragsabend zu bestaunen.

Möge die Macht mit Andy sein und ihn noch zu vielen weiteren beeindruckende Aufnahmen inspirieren. (si)